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Debatte um Ernst Moritz Arndt

Im Frühjahr 2017 ist einiges Passiert. Aufgrund der Namensänderung der Universität in Greifswald von „Ernst-Moritz-Arndt Universität“ zu „Universität Greifswald“ bildeten sich neben zahlreichen Facebookseiten, auch diverse Bürgerinitiativen (BI).
Die wichtigsten waren die BI „Das ist unser ERNST!“ und die BI „Ernst-Moritz-Arndt Bleibt!“. Wo sich bei der BI „Ernst-Moritz-Arndt Bleibt!“ noch offiziell „von anderen Bürgerinitiativen mit nationalkonservativen Tendenzen“ [1] distanziert wurde, war bei der BI „Das ist unser ERNST!“ schnell klar, welche Meinung hier verteidigt wird. [2] Weiterlesen

Pennale Burschenschaft Ernst-Moritz-Arndt

Die “Pennale Burschenschaft – Ernst Moritz Arndt” (PB! EMA) ist eine Schülerverbindung, die sich offen als politische Verbindung versteht. Ihre Farben sind rot-weis-gelb. Auf ihrer Website schreiben sie von regelmäßigen Veranstaltungen “beim Fröhnen studentischer Sitten wie Kneipe oder Stiftungsfestkommers, abendliches Zusammensitzen oder großen Feiern, Fahrten und Partys.”. Für die Öffentlichkeit ist allerdings nur eine einzige Veranstaltung einsehbar, die am 23.01.2016 stattfand. Weiterlesen

Markomannia Aachen Greifswald

Wie auch die Rugia besitzt die Markomannia Aachen Greifswald ein Haus, was für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Ihre Farben sind schwarz-gold-rot. Die Markomannia Aachen Greifswald ist laut ihrer Website eine “pro-nationale, pro-demokratische und akademische Bewegung” und spricht “von Pflege des gemeinsamen Volkstums. Sprich der gemeinsamen und anhaltenden Sprache, Kultur, Geschichte und Identität”.

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Greifswalder Burschenschaft Rugia

Die Greifswalder Burschenschaft Rugia ist in der Robert-Blum-Straße 4 angesiedelt. Ihre Farben sind rot-weiß-grün und bieten günstigen Wohnraum für ca. 10 Personen.
Die Rugia steht schon seit Jahren in der Kritik und gilt als Kaderschmiede für die rechte Szene in ganz Mecklenburg-Vorpommern. In der Vergangenheit hatte sie einige Bewohner, die in der JN (Junge Nationaldemokraten) der Jugendorganisation der NPD aktiv waren. Z.B. die Brüder Stefan und Matthias Rochow, die unzählige Presseaktionen für die vom Verfassungsschutz beobachteten “Junge Landsmannschaft Ostpreußen” durchführten.

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Stephan Reuken

Stephan Reuken ist ein junger AFD-Politiker. Mit seinen 32 Jahren (2017) ist er einer der jüngsten AFD-Politiker, die seit 2016 im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzen. Reukens Politikerkarriere fing schon früh an. In seiner Schulzeit noch in der CDU angesiedelt, wechselte er 2014 zur AFD. Sein Studium absolvierte er erst in Jena, wo er der „Jenaischen Burschenschaft Germania“ beitrat. Für sein Masterstudium kam er nach Greifswald, schloss durch die AFD neue Bekanntschaften und konnte auch seine große Liebe Eike L. finden. Eike L., vorher bereits in Rostock als Neonazistin bekannt, zog nach der Trennung von ihrem damaligen Freund Thore R.T. mit Stephan Reuken zusammen nach Greifswald. Weiterlesen

Sandro Hersel

Der 31-jährige gelernte Steuerfachangestellte, wohnhaft in Greifswald, legte eine steile Parteikarriere hin. Wie viele seiner Mitstreiter sammelte er seine ersten Politikerfahrungen in der CDU, bevor er sie 2013 verließ, um in die neugegründete AfD einzutreten. Bereits in der Jungen Alternative gehörte er als Schatzmeister zum Landesvorstand. Nachdem er sich im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte – Vorpommern-Greifswald zur Landtagswahl 2016 aufstellen ließ, holte er 25% der Erststimmen. In den Landtag gelangte er jedoch über die Landesliste. Aufsehen erregte jedoch weniger seine parlamentarische Arbeit, sondern vielmehr seine außerparlamentarischen Aktivitäten und Äußerungen. Weiterlesen

Nikolaus Kramer

Der frischgebackene Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern setzte sich mit seinen völkisch-nationalistischen Gesinnungsgenossen bei dem Gerangel um den Parteivorstand durch. Unbeschadet von der Arppe-Chat-Protokoll-Affäre schaffte er es sich als frisches, unverbrauchtes Gesicht zu verkaufen, welches genug Durchsetzungsvermögen für die Rolle als lokaler Parteihäuptling mitbringt. In der Öffentlichkeit stellt er sich gerne als seriösen Kümmerer dar, welcher zu aller erst um die öffentliche Sicherheit besorgt ist und nicht müde wird zu betonen, dass alle Mitglieder seines Landesverbandes natürlich auf dem Boden des Grundgesetzes stünden. Wie es allerdings um seine Liebe zur Freiheitlich Demokratischen Grundordnung bestellt ist, lässt ein Blick in seine Vergangenheit erahnen. Weiterlesen

Greifswald Echo/ Greifswald Info

Der Launch der lokalen Neonaziplattform „greifswaldinfo.tk“ erfolgte Anfang 2010. Mit diesem Datum setzte man auf ein verstärktes Auftreten in den sozialen Netzwerken und im „Weltnetz“.
Mittlerweile ist man auf den Neonazihoster „logr.org“ umgestiegen, welcher von Dennis G. aus Dortmund betrieben wird, der u.a. bei der Partei „Die Rechte“ aktiv ist.
Die Nationalen Sozialisten Greifswald, NS-Greifswald, NS-Hochschulgruppe: alles Pseudonyme für die immergleiche Gruppe von Greifswalder Neonazis. (Sie alle sammelten sich um Marcus G., René H. und Max B., sowie weiteren, wechselnden Nazi-Kadern.)
Mittlerweile setzt man auch auf Präsenz bei Facebook, Twitter, Instagram und Youtube.
Obwohl man auf Facebook (Greifswald Echo) nahezu 2000 Follower unter sich vereinen kann, ist die Interaktionsrate mehr als mager. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass man recht uninspiriert Artikeln der Ostsee-Zeitung, des Nordkuriers oder von rechtsradikalen Seiten, meist kommentarlos, postet.
Nach der Verdrängung aus dem öffentlichen Stadtbild und dem Verschwinden in der politischen Bedeutungslosigkeit, findet die Interaktion der restlichen Neonazis fast ausschließlich über die besagte Internetseite und Facebook-Präsenz statt.
Insbesondere auf Greifswald Info finden sich viele Schnittstellen mit der AfD und der lokalen Pegida-Kopie „FFDG“. Von Zeit zu Zeit wird auch auf lokale und regionale Geschehnisse eingegangen. Polemisch überladen schwadroniert man über „links-grüne Gutmenschen“, „die Antifa“ und weitere, konstruierte Feindbilder. Meist gibt es jedoch die immergleichen Parolen und Phrasen aus der Mottenkiste.
Das „Mediennetzwerk“ um Greifswald Info ist für den Raum Greifswald das größte Infomedium für Wutbürger, AfD und Neonazis. Trotzdem befindet man sich schon seit einigen Jahren im öffentlichen Abseits. Ähnlich wie die lokalen Neonazis, befinden sich auch die Online-Präsenzen in ihrer rechten Filterblase, weit Abseits der Realität im Landkreis.