“Universität Greifswald” … oder?

Die Abstimmung ist gelaufen. Der Senat der Universität Greifswald hat mit einer eindeutigen Mehrheit den Namen “Ernst Moritz Arndt” abgewählt. Nach einem über ein Jahr andauernden Prozess steht es fest, die Universität heißt “Universität Greifswald”.
Doch wie sollte es anders sein, die Gegner_innen lassen nicht locker. Immernoch hoffend, dass ihr ach so geliebter “Namenspatron” erhalten bleibt, veranstaltet die Bürgerinitiative (BI) “Ernst Moritz Arndt Bleibt” kommenden Freitag (16.02.2018) einen “Lichterzug für Arndt”.
Im Vorhinein wird sich über den “vorgegaukelten Kompromiss” beschwert und versucht mit “rechtlichen Grundlagen” den Beschluss des Senats anzufechten. Die aufgeführten rechtlichen Grundlagen stehen hier allerdings auf sehr wackeligen Beinen, so heißt es hier “Unserer Meinung nach gibt es keine Rechtsgrundlage im LHG MV”.
Das die Arndt-Befürworter ein Publikum anziehen, welches großteils aus stadtbekannten Altnazis, Mitgliedern der Identitären Bewegung, der NPD, der AFD und diverse Burschenschaftern besteht, verursacht keine Probleme. Im Gegenteil, es wird sich vereint solange es für Arndt ist.
Es scheint sogar so, dass der Startpunkt des Fackelmarsches bewusst gewählt ist, um Mitglieder der rechtsradikalen Burschenschaft Rugia direkt von Zuhause abholen zu können.
Weiterhin scheint es also kein Problem Hand in Hand mit Nazis zusammenzuarbeiten, solange sie schöne Transparente mitbringen [1] oder Werbung auf Facebook machen [2] [3].
Größtenteils schienen sich die Greifswalder schon mit dem Namen abgefunden haben, auch wenn immer wieder Hetze von Politikern wie z.B. Lorenz Caffier kam, der durch seinen Facebook Eintrag, die Umbennenung sei das “Ergebnis linksgrüner Meinungsmache und einer vollkommen undifferenzierten Diskussion.”, wieder einmal klar Stellung für rechte Meinungen darlegte.
Mittlerweile trifft die BI “Ernst Moritz Arndt Bleibt”, außerhalb ihres festen Kernes, aber eher auf genervte Gemüter und die Meinung, dass es doch langsam reicht.
Trotz dessen darf es nicht sein, dass Nazis unter dem immernoch Bürgerlichen Deckmantel Ernst Moritz Arndt ihre Meinung öffentlich auf die Straße tragen und keine Gegenwehr erfahren.
Das heißt, es ist unsere Aufgabe am Freitag und auch sonst immer und überall Nazis offensiv entgegenzutreten!

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